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Biodiversität in Zahlen



Vögel im Kanton St.Gallen

86

Brutvogelarten hat die Vogelwarte Sempach im Jahr 2005 im Kanton St.Gallen gezählt. Der Charakter der Region würde aber Lebensraum für bedeutend mehr Arten bieten. Der Siedlungsdruck hat viele Arten gezwungen, sich anderswo anzusiedeln.



200

Auerhähne leben 1940 auf dem Gebiet der Kantone St.Gallen und Appenzell. 2001 wurden noch 25 gezählt. Im Toggenburg haben sich die Bestände in den letzten Jahren etwas erholt



 

Amphibien im Kanton St.Gallen

250

Vorkommen für Grasfrösche gibt es noch auf dem Gebiet der Kantone St.Gallen und beider Appenzell vor. In den 1950er-Jahre sammelten Rheintaler noch zehntausende Frösche und exportierten deren Schenkel als Delikatesse. Der Amphibienschutz der letzten Jahre hat manche Art vor dem Aussterben bewahrt. Trotzdem gehen die Bestände im Allgemeinen nach wie vor zurück



 

Trendbarometer Artenvielfalt Kanton St.Gallen

79

Prozent der Reptilienarten im Kanton St.Gallen stehen auf der Roten Liste der Schweiz. Generell ist zwar die Zahl der Arten im Mittelland und auf der Alpennordseite gewachsen – ausgenommen sind die Vögel. Doch viele Arten sind zwar nicht ausgestorben, aber deren Bestände wurden arg dezimiert.



 

Trendbarometer Lebensräume Kanton St.Gallen

9,8

Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Kanton St.Gallen gelten als Ökoausgleichsflächen. Zu ihnen gehören: Hecken, Feld- und Ufergehölze, extensiv genutzte Wiesen und Weiden, wenig intensiv genutzte Wiesen und Streueflächen.

Generell sind die Lebensräume in der Region nach wie vor unter grossem Nutzungsdruck. In den letzten zehn Jahren können zwar Erfolge im Landschaftsschutz verbucht werden.



Alle Grafiken aus dem Bericht "Natur und Landschaft im Kanton St.Gallen", November 2009

Entwicklung Pestizideinsatz in der Schweiz

1360

Tonnen Pflanzenschutzmittel sind im Jahr 2006 in der Schweiz verkauft worden. Nach den Verkaufszahlen ist die Menge des Pestizideinsatzes seit 1990 deutlich zurückgegangen. Das müsse allerdings nicht heissen, dass die Umweltbelastung gesunken sei, interpretiert das Bundesamt für Statistik die Entwicklung. Ältere Produkte seien durch neue, wirksamere mit kleineren Dosierungen ersetzt worden. Die schädliche Wirkung im Boden sei deshalb nicht zwingend geringer als 1990



Verkauf von Pflanzenschutzmitteln in der Schweiz. Grafik: BfS/Quelle Schweizerische Gesellschaft für Chemische Industrie

Dokumente

Artenparadies Schweiz?

Wie viele Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz leben, weiss niemand genau. Experten schätzen etwa 40 000 Tier- und Pflanzenarten. Noch sind lange nicht alle entdeckt. Für manche Organis-mengruppen fehlen die Fachleute, um diese zu erforschen. Trotzdem gehört die Schweiz zu jenen Ländern weltweit, in denen die Arten-vielfalt und Lebensräume am besten untersucht sind. Seit 2001 überwacht der Bund die Ent-wicklung der Artenvielfalt. Die zweite Erhebung des Biodi-versitäts-Monitorings steht vor dem Abschluss. Eine Bilanz lässt sich dennoch heute schon machen: Die Anstrengungen, um die Biodiversität zu fördern, sind im Wald spürbar. Generell konnte aber der Verlust an Arten und Lebensräumen nicht gestoppt werden.

Tabelle der Tiervielfalt Schweiz

Bericht Biodiversitäts- Monitoring Schweiz



Wie misst man Vielfalt?

Das Monitoring der Biodiversität in der Schweiz konzentriert sich auf häufige und verbreitete Arten: Pflanzen, Schmetterlinge, Vögel, Schnecken und Moose. Dafür wurde ein dichtes Beo-bachtungsnetz über die Schweiz gespannt. Es gibt 520 Probeflächen, die je ein Quadratkilometer gross sind. Hier zählen Biologen in regelmässigen Abständen Tiere und Pflanzen. Die Zählungen sollen Auskunft geben, wie sich die Arten in verschiedenen Landschaften entwickeln. Um sich ein Bild zu machen, was sich in einzelnen Lebensräumen wie etwa in Hochmooren oder Brachland abspielt, wurden weitere 1600 Messpunkte ausgewählt. Für die Erhebung seltener Arten werden Datenbanken weiterer Insti-tutionen wie zum Beispiel der Vogelwarte Sempach berücksichtigt.

Mehr über Messmethode und Feldaufnahme



Die Schweiz unter der Lupe Broschüre zur Erhebung der Biodiversität



Websites

Vogelwarte Sempach

Schweizerisches Zentrum für die Kartierung der Fauna CSCF

Interaktive Verbeitungskarten

Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz

Interaktive Verbreitungskarten

Schweizerische Gesellschaft für Wildtierbiologie



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