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Was heisst Biodiversität?
Vielfalt der Gene
Lebewesen können sich dank ihrer genetischen Vielfalt an die Umwelt anpassen. Jedes Individuum hat seine eigenen genetischen Eigenheiten. Davon profi0tiert der Mensch in der Tier- und Pflanzenzucht. Je weniger Individuen einer Art existieren, desto geringer ist ihre Fähigkeit zu überleben.
Vielfalt der Lebensräume
Flüsse, Rebberge, Laubwälder, Kiesgruben: Es gibt in der Schweiz über 200 verschiedene Lebensräume. Zusammen sind sie die Grundlage für die genetische Vielfalt und sichern unsere Existenz.
Vielfalt der Beziehungen
Ein dichtes Netz von Abhängigkeiten und Einflüssen spinnt sich zwischen Lebewesen, Nährstoffen und Umweltfaktoren. So entsteht Trinkwasser, wenn Organismen Regenwasser im Boden reinigen. Genetische Vielfalt und vernetzte Lebensräume sind unersetzlich, damit Ökosysteme auf Störungen wie Dürren oder Krankheiten reagieren können.
Definition in der Konvention über Biologische Vielfalt
"Biologische Vielfalt" bedeutet die Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter unter anderem
Land-, Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören;
dies umfaßt die Vielfalt innerhalb der Arten und zwischen den Arten und die Vielfalt der Ökosysteme . ..." Konvention in
Deutsch
Der Vertrag der Vereinten Nationen wurde 1992 am Erdgipfel in Rio de Janeiro verabschiedet. Inzwischen haben ihn
193 Staaten unterzeichnet, darunter auch die Schweiz. Es gibt über 100 Länderberichte. Sie zeigen: Die Konvention
greift bis heute nicht, die biologische Vielfalt geht nach wie vor verloren. Das Ziel der EU, bis Ende 2010 den Verlust
an Biodiversität zu stoppen, wird Ende dieses Jahres nicht erreicht. Das erklärte die Union bereits im letzten Jahr.
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Petra Lindemann
Wie nehmen wir Artenverlust wahr?
"Wenn zum Beispiel in den Medien berichtet wird, dass derzeit in der Schweiz etwa 1000 höhere Pflanzenarten auf der Roten Liste stehen, dann wird diese Zahl für jemanden, der von 94000 ausgeht, eine andere Bedeutung haben als für jemanden, der von den tatsächlich vorhandenen etwa 3000 Arten ausgeht."
Petra Lindemann-Matthies leitet die Arbeitsgruppe „Umwelt- bildung und Umweltwahr- nehmung“ am Institut für Umweltwissenschaften der Universität Zürich.
gesamtes Interview
Dokumente
Wie stehts um Natur und Landschaft? Bericht Kt. St.Gallen 2009
Alles was lebt Magazin Ornisl
Bericht Biodiversitäts-Monitoring Schweiz
Die Funktion der Biodiversität - eine lesenswerte Erklärung
20-Punkte Programm der UNO
GFS-Umfrage zur Bekanntheit der Biodiversität 2010
Websites
Umwelt im Kanton St.Gallen
Biodiversität im Kanton Appenzell Ausserhoden
Biodiversitätsforum Schweiz Biodiversität in der Schweiz
Bundesamt für Umwelt
Interview mit Paul Schmid-Hempel "Vielfalt braucht Platz"
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