|
|
Bedrohung Bioinvasion
Weltweit gilt die Bioinvasion nach der Zerstörung der Lebensräume als die grösste Bedrohung für die Biodiversität. Unter Bioinvasion wird die Gesamtheit der Folgeerscheinungen durch die Besiedlung neuer Regionen durch gebietsfremde Arten zusammengefasst. In Mitteleuropa sind die Schädendurch Bioinvasion bisher weit geringer ausgefallen als in den anderen Kontinenten.
Die Ausbreitung invasiver Organismen ist eine Folge des weltweiten Handels und Personenverkehrs.

Invasive Pflanzen
Mehrere invasive Pflanzenarten breiten sich bei uns aus. In sensiblen geschützten Lebensräumen stellen sie eine Bedrohung für seltene Pflanzen und Tiere dar. Beispielsweise kann die Kanadische Goldrute Riedwiesen aber auch Magerwiesen überwuchern. Der Japan-Knöterich verdrängt an Flussufern die naturnahe Vegetation.

Invasive Tiere
Eine ganze Reihe verschiedener gebietsfremder Tierarten ist bei uns hemisch geworden. Weitere werden folgen. Seit längerem treten bei uns ab und zu Waschbären auf. Der Asiatische Marienkäfer hat vor wenigen Jahren ganz Mitteleuropa erobert und ist inzwischen die häufigste Marienkäferart. Aktuell breitet sich der Maiszünsler aus. Er gilt als der gefürchtetste Schädling an Maiskulturen.
Invasive Mikroorganismen
Unter den invasiven Krankheitserregern hat der Feuerbrand bei uns am meisten Aufmerksamkeit erlangt. Der Pilz hat seit 1997 Apfel- und Birnbäume in ganz Miteleuropa befallen. In der Anfangsphase wollten die Behörden die Ausbreitung des Feuerbrandes durch rigorose Fällaktionen verhindern. Als Folge davon sind die Landschaften mit Hochstammobstbäumen in kurzerZeit verarmt. Auch das Verschwinden der Ulmen in den letzten Jahren geht auf einen invasiven Pilz zurück. Im weiteren Sinne gehören auch Krankheitserreger wie die Schweinegrippe zu den invasiven Organismen, welche unsere Gesellschaft verunsichern.
|
Weblinks
Melden Sie Neophyten auf Geoportal.ch
Regionale Informationen über Neophyten
Neozoen im Bodensee
|