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Projekte Landwirtschaft

Altenrhein: Beweidung des Mündungsgebietes am Alten Rhein

Aus dem Staatsvertrag mit Österreich resultiert die Verpflichtung einer Endgestaltung des Mündungssgebietes am Alten Rhein. Dazu gehört ein neuer Hafen, mit dessen Aushub neue Landflächen und ein Hochwasserdamm geschaffen wurden. Die Pflege ist dank Schottische Hochlandrinder gewährleistet: Sie verhindern Holzwachstum und das Ausbreiten ortsfremder Pflanzen. So wird Artenvielfalt gefördert. Die ersten Erfahrungen sind positiv.

Zeitplan: seit 2008

Kontakt: Rheinunternehmen, Widnau
oder Ortsgemeinde Altenrhein
www.rheinunternehmen.ch


Rheintal: ÖQV-Vernetzungsprojekt Bannriet-Dreier und Isenriet

Ein ÖQV-Vernetzungsprojekt will die ökologischen Ausgleichsflächen für gebietstypische Tiere und Pflanzen verbessern. Das Projekt in der Rheintalebene fördert vor allem Bewohner von Blumenwiesen, Gebüschgruppen, Kleinstrukturen, Brachen und Kleingewässern. Als Besonderheit erhalten die Landwirte kostenlos Saatgut zur Ansaat von Blumenwiesen. Als Folge davon erfüllte 2009 fast ein Drittel der extensiv genutzten Wiesen die botanische Qualität gemäss Definition der Öko-Qualitätsverordnung (ÖQV). 2010 konnte die zweite Umsetzungsperiode starten. Verantwortlich für das Projekt ist der Verein Pro Riet Rheintal, Landwirtschaftlicher Bezirksverein Unterrheintal, Landwirtschaftliche Vereinigung Rheintal.

Zeitplan: 2004-2009 / 2010-2015

Kontakt: Verein Pro Riet Rheintal, Altstätten  


Sargans: Vernetzungsprojekt

Aufwertung der landwirtschaftlichen Nutzflächen im Rahmen der ökologischen Ausgleichsflächen in der Landwirtschaft. Durch Zusammenlegung und wo nötig Vernetzung werden optimale Lebensräume für die definierten Ziel- und Leitarten geschaffen. In diesem Fall sind dies diverse Heusschreckenarten, Schmetterlingsarten, Reptilien, Vögel und verschiedene Pflanzenarten. Die Flächen werden nicht mehr gedüngt, extensiv beweidet und nur zu bestimmten Zeiten gemäht. Es gibt inzwischen 37 Vernetzungsprojekte dieser Art im Kanton St. Gallen.

Zeitplan: 2005-2010

Kontakt: Amt für Natur, Jagd und Fischerei, St.Gallen
Atragene GmbH, Chur


Wartau: Trockenmauersanierung & Aufwertung Burghügel

In der Gemeinde Wartau liegen über 430 Trockenmauern mit einer Länge von mehr als 25 Kilometern. Sie sind kulturhistorisch wertvoll, bereichern das Landschaftsbild und bieten Lebensraum für angepasste Tiere und Pflanzen. Die Gemeinde startete 2010 mit einem Projekt zur Instandstellung von sanierungsbedürftigen Trockenmauern. Die erste Jahresetappe beinhaltet Sanierungsarbeiten an rund 20 Trockenmauern mit einer Mauerfläche von über 600 m2. Es finden sich darunter Stützmauern im Rebgebiet wie auch frei stehende Mauern zur Weideabgrenzung.

Am Burghügel Wartau wurden unter Federführung der Politischen Gemeinde Wartau verschiedene Aufwertungen getätigt: Wälder aufgelichtet, verbrachte Flächen entbuscht und in Folgepflege genommen und Trockenmauern instand gestellt. Die Terrassenböschungen wurden mit Blumenwiesen angesät. Rund 20 Rebleute pflegen den naturnahen Bürgerwingert und sorgen so für eine artenreiche Natur. Als Versuch halten Ziegen den aufgelichteten Wald offen.

Zeitplan: seit 2001

Kontakt: Gemeinde Wartau, Azmoos
www.wartau.ch/de/umwelt/naturschutzprojekte/trockenmauern/
http://www.wartau.ch/de/umwelt/naturschutzprojekte/burghuegel/
Projektleitung: Ökobüro Hugentobler, Altstätten

 
Altstätten: Förderung Kulturlandschaft Weidist

Das Gebiet Weidist in Altstätten SG hat den Charakter einer naturnahen Kulturlandschaft noch weitgehend bewahren können. Seit 2007 setzt sich die Arbeitsgruppe Kulturlandschaft Weidist in enger Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Sempach, sowie den Grundeigentümern und Bewirtschaftern für die Erhaltung und Förderung dieses vielfältigen Lebensraums ein. Durch Pflanzen neuer Hochstammobstbäume, Auflichten von Wäldern und Waldrändern sowie Anlegen neuer Feuchtbiotope, Trockenmauern und Blumenwiesen wird das Gebiet ökologisch aufgewertet. Ziel der Massnahmen ist es, die Lebensbedingungen für seltene Vogelarten wie Gartenrotschwanz, Neuntöter und Grünspecht zu verbessern.

Zeitplan: 2009-2012

Kontakt: Ökobüro Hugentobler, Altstätten

 
Frümsen: Sanierung Trockenmauern & Anlage nationale Nusssortensammlung

Das Projekt beinhaltet die Sanierung der Steinmauer, die fast vollständig zerstört war. Hinzu kamen weitere Geländearbeiten, die von Schulklassen geleistet wurden. Gleichzeitig wurden 30 verschiedene Nussbaumarten gepflanzt. Ziel ist der Aufbau einer nationalen Nusssortensammlung in Frümsen. Damit wird ein Beitrag für die Artenvielfalt von Kulturpflanzen geleistet. Da die verschiedenen Nusssorten keine Namen haben, werden viele nach dem Ort ihrer Herkunft benannt.

Zeitplan: seit 2009

Kontakt: Landwirtschaftliches Zentrum SG, Salez
www.nussdorf-fruemsen.ch

 
Sargans: Sanierung von Trockenmauern

Das Gebiet zwischen Sargans und Heiligkreuz ist von Rebbergen umgeben. Die drei bis vier Meter hohen Trockenmauern bilden dabei eine wertvolle ökologische Nische. Sie sind aber in einem schlechten Zustand. Das Projekt nimmt sich nun der Sanierung der Trockenmauern an. Sie werden teilweise abgerissen und neu aufgebaut. Hinzu kommen die Aufwertung von Trockenwiesen und die Waldrandpflege. Das Projekt dient der Verbesserung des Lebensraumes von Reptilien mit Schlingnattern, Eidechsen, Insekten und Vogelarten wie der Zaunammer und Zippammer.

Zeitplan: 2011 - 2017

Kontakt: Forstingenieurbüro Monika Frehner, Sargans
Gemeindeverwaltung Sargans

 
Sennwald: Förderungsprojekt Moorwiesenvögelchen

Das Moorwiesenvögelchen gilt als ausgestorben. Das letzte Vorkommen befindet sich im Ruggeller Riet im Fürstentum Liechtenstein. Die Gemeinde Sennwald wollte herausfinden, ob der extrem selten gewordene Schmetterling auch auf dem Gemeindegebiet vorkommt. Die Suche verlief negativ. Der beobachtete Tagfalter hatte sich offensichtlich verirrt. Das Moorwiesenvögelchen ist ein Beispiel für eine ausgestorbene Schmetterlingsart.

Zeitplan: 2008 – 2009

Kontakt: Amt für Natur, Jagd und Fischerei, St.Gallen
Gemeinde Sennwald

 
St.Margrethen, Sargans, Sennwald, Thal: Reptilienförderungsprojekte

Im Kanton St.Gallen ist die Schlingnatter stark bedroht und eine prioritär zu fördernde Reptilienart. Die Vorkommen beschränken sich weitgehend auf Reptilien-Kerngebiete in Rebbergen, Bahnanlagen und besonnten, strukturierten Randlagen. Die vier Projekte haben das Ziel, Trockenmauern frei zu legen, auszuräumen, zu restaurieren und Steine in der Wiese zu deponieren, Hänge zu sichern, Lebensraume für die Nattern zu schaffen. Von der Naternförderung profitieren auch zahlreiche Pflanzen- und Insektenarten, denn die stark besonnten Lagen sind wichtig für die Artenvielfalt.

Zeitplan: 2010

Kontakt: GeOs GmbH, Degersheim

 
Thal: Ökologische Aufwertung Buechberg

Aufgrund der südexponierten Lage, des Föhneinflusses und des milden Bodenseeklimas werden die Steilhänge des Buechbergs seit Jahrhunderten für den Rebbau genutzt. Davon profitierten auch zahlreiche wärmeliebende Pflanzen und Tiere. Ökologisch besonders wertvoll sind die rund 4800 Quadratmeter Trockenmauern am Südhang des Buechbergs. Diese bieten unter anderem seltenen Reptilien wie beispielsweise der Schlingnatter oder der Zauneidechse Lebensraum und befinden sich teilweise in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Die Arbeitsgruppe Buechberg setzt sich seit 2003 für den Erhalt der Naturwerte am Buechberg ein. Trockenmauersanierungen bilden einen Projektschwerpunkt. Daneben konnten die Aufwertung von Rebanlagen, das Auflichten des Waldes auf der Buechbergkrete und die Ansaat von Blumenwiesen realisiert werden.

Zeitplan: 2003 - 2010. Weitere Aufwertungen sind geplant.

Kontakt: Gemeinde Thal

Projektleitung: Ökobüro Hugentobler, Altstätten

 
Wartau: Förderungsprojekt Sumpfgladiole

Die Sumpfgladiole ist sehr selten geworden. Zudem ist das Flachmoor in der Wartau im Laufe der Jahre von Industriebauten bedrängt worden. Deshalb wurde eine Umsiedlung der Sumpfgladiolen innerhalb der Gemeinde an einen besseren Standort beschlossen. Bereits im 2. Jahr war der erste Erfolg sichtbar.

Zeitplan: 2008 – 2010

Kontakt: Amt für Natur, Jagd und Fischerei, St.Gallen
www.pronatura.ch/sg

 
Wildhaus: Förderungsprojekt Grosses Wiesenvögelchen

Das Grosse Wiesenvögelchen ist ein extrem seltener Tagfalter, den es in der Schweiz nur noch im Toggenburg gibt. Das Projekt beinhaltet eine Bestandesaufnahme und die Definition der Massnahmen zur Erhaltung und Förderung dieser Schmetterlingsart. Nun werden in Absprache mit den Landwirten laufend kleine Massnahmen realisiert. Es geht vor allem um Fragen der Beweidung und des Grasschnitts. Es betrifft Wildhaus (bei Schwenidsee), Gräppelen bei Alt St. Johann und Müselen bei Gams.

Zeitplan: 2008 – 2015.

Kontakt: Amt für Natur, Jagd und Fischerei, St.Gallen

 
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