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Projekte Gewässer

Altstätten: Regenerierung von verlandeten Torfstichgräben im Bannriet

Zahlreiche Torfstichgräben durchziehen das ehemalige Torfstichgebiet und heutige Naturschutzgebiet Bannriet bei Altstätten. Dank ihnen gilt das Gebiet als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Doch seit dem letzten Torfabbau im Jahre 1997 verlanden die Gräben zusehends und verlieren ihren Stellenwert als Wasserlebensraum. Im Winter 2009/2010 wurden deshalb über 1.5 km Torfstichgräben mittels Bagger frisch ausgehoben. An den Arbeiten wirkte auch der landwirtschaftliche Maschinenring mit. Bereits im Folgesommer profitierten Frösche und Molche, Libellen und Wasserkäfer von den ausgeführten Arbeiten und füllten die Gräben mit neuem Leben.

Zeitplan: 2002 – 2010

Kontakt: Verein Pro Riet Rheintal, Altstätten
www.pro-riet.ch



Alt St. Johann: Förderung Kleine Teichrose am Gräpppelensee

Es gibt in der ganzen Schweiz nur noch vier Standorte für die gelbfarbene Kleine Teichrose. Einer davon ist der Gräppelensee bei Alt St. Johann. In dem Förderungsprojekt untersuchen René Güttinger und Kantonsschüler den bestehenden Standort und evaluieren ob man die Kleine Teichrose an Ersatzstandorten in erster Linie in der näheren Umgebung und in zweiter Linie in botanischen Gärten (künstliche Standort) aussetzen könnte. Damit will man Reservepool schaffen, falls sich am Gräppelensee etwas ändern würde. Eventuell sind noch weitere Massnahmen notwendig, um die Situation am bestehenden Standort zu verbessern.

Zeitplan: 2010 - 2011

Kontak: René Güttinger, Nesslau

 

Buchs: Aufwertung Auengebiet Wiesenfurt

Das Auengebiet und Flachmoorgebiet Wiesenfurt hat nationale Bedeutung. Es verbuscht aber vom Rande her. Die erste Massnahme war daher, die Verbuschung zurückzudrängen und die für Insekten wichtigen Streuwiesen wieder zu öffnen. Zudem wurden temporäre und dauerhafte Vertiefungen als Wasserstellen geschaffen, die als Laichgewässer für Amphibien dienen. Auch der Biber ist hier heimisch. Für ihn wurde ein Seitenarm zum Binnenkanal neu gegraben und damit sein Lebensraum erweitert.

Zeitplan: 2010

Kontakt: RENAT AG, Schaan

 

Flawil: Aufwertung Schutzgebiet Botsbergerriet

Das ehemalige Torfriet wurde drainiert und trocken gelegt. Nun wird es reaktiviert, Wasserflächen angelegt. Das umgebende landwirtschaftliche Land ist erworben worden und wird nun für eine extensive Nutzung vorbereitet. Die Drainagen werden zugeschüttet, damit aus den Fettwiesen wieder eine Rietlandschaft entsteht. Ziel: einen Lebensraum für Heuschrecken, Schmetterlinge und Amphibien schaffen.

Zeitplan: 2010 - 2011

Kontakt: Gemeinde Flawil

Stiftung Naturschutzreservate Flawil und Umgebung
www.nvflawil.ch



Flawil: Aufwertung Schutzgebiet Girenmoos

Auf dem Girenmoos war früher ein Brennstofflager. Heute ist es ein grosses Amphibienlaichgebiet und Rietgebiet. Das Projekt beinhaltet eine verbesserte Pflege, der Bau von Entwässerungsgräben, den Aufbau einer angepassten Bewirtschaftung mit extensiven Flächen, die Verhinderung der Verbuschung und die Vernetzung aller Aktivitäten. Mit Informationstafeln und einem Lehrpfad werden die Besucher neu über diese Rietlandschaft informiert. Das Moos ist Lebensraum für Insekten, Amphibien, aber auch Vögel wie den Graureiher.

Zeitplan: 2008 - 2010

Kontakt: Stiftung Naturschutzreservate Flawil und Umgebung
www.nvflawil.ch



Gaiserwald: Aufwertung Moosmühleweiher Abtwil

Der Weiher wurde zur Stromerzeugung gebaut. Seit den 60er Jahren wurde er nicht mehr genutzt. Der Weiher ist verlandet. Jetzt wurde er wieder ausgebaggert. Ziel: Einen Lebensraum für Amphibien zu schaffen und die Lebensbedingungen des Bibers, der im Gebiet vorkommt, zu verbessern. Zudem ist der Weiher ein Naherholungsgebiet.

Zeitplan: 2009 – 2010

Kontakt: Gemeinde Gaiserwald

 

Grabs: Reparatur Hochmoor Gamperfin

Reparatur von Hochmoor, das im zweiten Weltkrieg für den Torfabbau ausgebeutet wurde. Gräben werden geflickt und neu gestaut, damit sich die hochmoortypische Vegetation wieder einstellt. Habitat fleischfressende Pflanze Sonnentau und Torfmoos.

Zeitplan: 2010 – 2011

Kontakt: Amt für Natur, Jagd und Fischerei, St.Gallen
oder Gemeinde Grabs

 

Heiden: Sanierung Löchliweiher

Der alte verlandete Weiher wird wieder hergestellt und öffentlich zugänglich gemacht. Der Weiher soll vor allem Lehrern für Schulungszwecke Dienste leisten. Ziel: Habitat für Amphibien schaffen.

Zeitplan: 2010

Kontakt: Pro Natura St.Gallen-Appenzell, St.Gallen

 

Jonschwil: Aufwertung Weiher Egelsee

Das Torfriet wurde vom ehemaligen Zufluss abgeschnitten. Das Amphibienlaichgebiet trocknete deshalb aus. Nun wurden die Zuleitungen wieder eröffnet, die verwachsenen Flächen ausgeräumt, der Weiher wieder hergestellt und die Pflege geregelt. Ziel: Habitat für Amphibien.

Zeitplan: 2010

Kontakt: Gemeinde Jonschwil

 

Oberriet: Aufwertung Schutzgebiet Wichenstein - Loo

Mit baulichen Massnahmen wurden Wasserstandschwankungen im See (ehemalige Lehmgrube Loh) ermöglicht. Zudem wurden Flachufer geschaffen. Mit diesen Massnahmen wird das Gewässer dynamisiert. Hinzu kam die Bekämpfung invasiver Pflanzen und die Offenlegung des Wichensteiner Bachs. Die Verbesserung des Habitats dient dem Teichmolch, dem Kammmolch, der Sumpfheidelibelle, sowie der westlichen Keiljungfer. Zu den Leitarten gehören auch die Amphibie Gelbbauchunke, die Zauneidechse und Ringelnatter.

Zeitplan: 2010 – 2010

Kontakt: Gemeinde Oberriet

 

St.Gallen: Aufwertung Bildweiher

Im Rahmen der Aufwertung des Bildweihers in St. Gallen wurde eine Brutwand für Eisvögel gebaut. Zusätzlich wurden Amphibientümpel gebaut, in die im Frühjahr 2010 bereits Amphibien eingezogen sind. Hinzu kommt das Ansähen einer grossflächigen Magerwiese zur Insekten- und Schmetterlingsförderung, sowie die Schilfpflege. Das Projekt ist ein Beispiel für Förderung der Biodiversität im stadtnahen Raum.

Zeitplan: 2009 – 2010

Kontakt: Stadtplanungsamt, St.Gallen

 

St.Gallen: Aufwertung Schutzgebiet Ochsenweid an der Sitter

Die Ochsenweid beim Schiltacker ist bereits ein Naturschutzgebiet, das beide Seiten der Sitter einschliesst. Mit dem Einbau von Stein- und Holzbunen wird die Sitter dynamisiert. Sie soll wieder mäandrieren. Teil des Projektes ist aber auch der Bau eines Amphibienlaichgewässers etwas abseits der Sitter. Damit soll die Amphibie Gelbbauchunke gefördert werden.. Hinzu kommt die Neophytenbekämpfung.

Zeitplan: 2010

Kontakt: Stadtplanungsamt, St.Gallen

 

St.Gallen: Aufwertung Weiher Waldau

In dem relativ kleinen Gebiet wurden zusätzliche Amphibienlaichtümpel erstellt. Hinzu kommt die Erstellung einer Blumenwiese zur Förderung von Insekten und Schmetterlingen. Zudem wurde der Waldrand strukturiert und als Lebensraum vielfältiger gemacht. Das Projekt ist ein Beispiel für Förderung der Artenvielfalt in Stadtnähe.

Zeitplan: 2009 - 2010

Kontakt: Stadtplanungsamt, St.Gallen

 

St.Margrethen: Auenweiher Eselschwanz

Neu erstellter Grundwasserweiher, der im Winter austrocknen kann. Der Eselschwanz ist ein Amphibiengebiet von nationaler Bedeutung. Es ist aber auch ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Libellenarten. Projekt entstand im Rahmen des Konjunkturförderungsprogramms des Bundes. Bauherrr sind die Rheinunternehmen.

Zeitplan: 2010

Kontakt: Rheinunternehmen, Widnau

 

Thal: Vernetzungsprojekt Buriet

Das Naturschutzgebiet Buriet/Buechsee ist ein Flachmoor von nationaler Bedeutung. Im Gebiet kommen alle vier Molcharten, Gelbbauchunke, Erdkröte, Laubfrosch, Wasserfrosch und Grasfrosch vor. Die Qualität der bestehenden Laichgewässer hat sich jedoch verschlechtert, da einige Weiher fast verlandet sind. Im Rahmen des Molchprojektes wurden Weiher ausgehoben und vertieft, regeneriert, aber auch neue Amphibiengewässer erstellt, um so die Lebensbedingungen der Tiere zu verbessern. Ausserdem wurden die bestehenden Weiher ausgelichtet.

Zeitplan: 2010

Kontakt: GeOs GmbH, Degersheim

 

Waldkirch: Aufwertung Weiher und Bach Hohfirst

Der Hohfirstweiher in der Gemeinde Waldkirch ist ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Er befindet sich im Besitz von Pro Natura St. Gallen-Appenzell und wurde zwischen 2002 und 2004 bereits aufgewertet. Im Rahmen von Hochwasserschutzmassnahmen wurden der Damm saniert und die Zuflüsse verbreitert und erhöht. Im Zuge der Bachöffnung wurde im nordwestlichen Bereich ein kleiner, durch den geöffneten Bach gespeister Amphibienteich erstellt. Zudem wurden im Rahmen eines Schulprojektes Steinhaufen als Unterschlupf für Zauneidechsen und Schlangen aufgebaut, sowie die Umgebung entholzt.

Zeitplan: 2009 – 2010

Pro Natura St. Gallen-Appenzel, St.Gallen
www.pronatura.ch/sg

 
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