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Aufwertungsprojekte an Fliessgewässern
Thal-St.Margrethen: Endgestaltung Alter Rhein
Das generelle Projekt von 1998 dient dem Hochwasserschutz und beinhaltet gleichzeitig Revitalisierungsmassnahmen im ökologischen Bereich. Neben dem Ausbau der Alten Rheinmündung sind 12 Massnahmen auf der gesamten Strecke zwischen St. Margrethen und der Seemündung vorgesehen. Die neuen Massnahmen dienen der Verbesserung der Ökologie und der Verhinderung einer weiteren Ufererosion. Zurzeit ist die Ufergestaltung am Rheinspitz und am Eselsschwanz zwischen St. Margrethen und Rheineck noch im Gange.
Mit dem Staatsvertrag von 1892 verpflichtete sich die Schweiz gegenüber Österreich die Endgestaltung des Alten Rheins zu finanzieren. Dies, weil auf Österreich beim Fussacher Durchstich mehr Unterhaltskilometer fielen, als für Schweiz beim Diepoldsauer Durchstich. Bis zu einer Einigung dauerte es 100 Jahre. Das war ein Glücksfall, denn ursprünglich waren bei der Endgestaltung viel härtere Massnahmen vorgesehen. Jetzt wird ein ökologisch verträgliches Projekt realisiert.
Zeitplan 2005 – 2014.
Die Bauarbeiten sind abgeschlossen. Die umgestalteten Flächen werden nach un nach an die Gemeinden übergeben. Im Jahr 2015 ist eine ufmassende Erfolgskontrolle geplant.
Kontakt:
Internationale Rheinregulierung, Rorschach
oder Bauleitung Lustenau
www.rheinregulierung.ch
www.alpenrhein.net
Kirchberg: Bachöffnung Turpenriet
Das Naturschutzgebiet Turpenriet,Kirchberg, ist ein Flachmoor und Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Für die Erreichung der Schutzziele drängten sich im Gebiet verschiedene Gestaltungs- und Pflegearbeiten auf. Dazu gehörten die Verbesserung der Feuchtgebiete, Bachöffnungen, Heckenpflanzungen, die Pflege der Schilffelder etc. Dies ist nur ein Beispiel von zahlreichen ökologischen Massnahmen auf dem Gemeindegebiet Kirchberg. Als Anerkennung der besonderen Leistungen zugunsten von Landschaft und Natur hat die Gemeinde Kirchberg von der Pro Natura Schweiz im Jahre 1999 den Naturschutzpreis erhalten.
Zeitplan:
2007 (abgeschlossen)
Kontakt:
Gemeinde Kirchberg
www.kirchberg.ch
Linthebene: Linthsanierung
Das Linthwerk stellt den Hochwasserschutz in der Linthebene sicher. Im Rahmen des Projektes „Hochwasserschutz Linth 2000“ werden neben Schutzmassnahmen gegen Hochwasser am Escher- und am Linthkanal auch ökologische Massnahmen ergriffen. Dazu gehört eine Flussausweitung mit Auenwald am Escherkanal, eine Vernetzung der Riede und weitere Renaturierungsmassnahmen am Linthkanal.
Besonderes
Dem 100-Millionen-Franken Projekt wurde von Anfang an Opposition entgegengebracht. Aber das Bundesgericht wies die Beschwerde von 22 Landbesitzern und -pächtern aus der Schänner Ebene gegen das Teilprojekt am Linthkanal ab.
Zeitplan:
2008 - ca. 2013
Kontakt :
Linthverwaltung
Tellstrasse 1, 8853 Lachen
Führungen:
Infozentrum Escherkanal
Schwärzistrasse 4, 8752 Näfels
Infozentrum
Linthkanal
Grynaustrasse 8730 Uznach
Tel für beide Infozentren: 0848 087 087.
www.linthwerk.ch
St.Galler Rheinebene: Ökologische Aufwertung von Meliorationskanälen und Windschutzstreifen
Im Rahmen der Melioration der St.Galler Rheinebene wurden zwischen 1945 und 1960 mehr als 50 Kilometer Windschutzstreifen und Meliorationskanäle angelegt. Es sind der damaligen Zeit entsprechend harte Baumassnahmen gewesen. Das Projekt wurde zur Förderung der Tier- und Pflanzenvielfalt in Meliorationskanälen und Windschutzstreifen entwickelt. Dabei hat man die Betonschalen herausgenommen und ein Kiesbett geschaffen und so den Kanal dynamisiert. Beispielhaft revitalisiert und die Auswirkungen durch eine Erfolgskontrolle geprüft. Aufgrund der positiven Ergebnisse wurden weitere Revitalisierungen in Planung genommen und teilweise bereits umgesetzt. Verantwortlich ist das Konsortium Melioration der Rheinebene und der Verein Pro Riet Rheintal.
Zeitplan:
2001 - 2010
Kontakt:
Melioration der Rheinebene, Altstätten
Verein Pro Riet Rheintal, Altstätten
www.pro-riet.ch
Rüthi: Rheintaler Binnenkanal
Der Ausbau des Rheintaler Binnenkanals ist ein Hochwasserschutzprojekt. Begleitend wurden aber ökologische Massnahmen getroffen. Dazu gehört eine Verbreiterung des Flussbetts, flachere Böschungen und generell mehr Raum für die dynamischen Prozesse eines Fliessgewässers. Zusammen mit dem bereits renaturierten Äckerlibach soll die aufgewertete Natur auch als Naherholungsraum für Menschen dienen.
Zeitplan:
2006 - 2008 (abgeschlossen)
Kontakt:
Tiefbauamt Kt. St.Gallen, Abteilung Wasserbau
www.rbk-ruethi.ch
Seez: Revitalisierung - Hochwasserschutz
Projekt langfristiger Hochwasserschutz an der Seez. Dabei wird die Sole Seez abgesenkt und Schwellen abgebaut. Dies ermöglicht wieder die Fischwanderung. Ausserdem werden die Uferböschungen naturnah gestaltet. Das Projekt ist nun in der Monitoringphase.
Zeitplan:
2000-2013
Kontakt
Tiefbauamt
Abteilung Wasserbau
9000 St. Gallen
Ingenieurbüro Mannhart
Bahnhofstrasse 1
8890 Flums
Prospekt Hochwasserschutz Seez:
Zu beziehen bei Tiefbauamt St.Gallen
Wil: Thurrevitalisierung
Zwischen Uzwil und Wil auf dem Boden beider Gemeinden. Die Uferverbauungen lässt man zerfallen. Der Altbach lässt man neu ohne Kanalisierung frei laufen. Er bringt Geschiebe und verändert die Thur selbst. Um diesen Prozess zu dynamisieren, wird er mit Buhnen und Flussteiler unterstützt. Das verbessert die Flussstruktur.
Zeitplan:
seit 2002, Ende offen
Kontakt:
Tiefbauamt Kt. St.Gallen
Abteilung Wasserbau
9000 St. Gallen
Herisau:
Bachöffnung Stierweid
Öffnung eines Wiesenbaches auf rund einem Kilometer. Begleitend wurde auf den benachbarten Flächen beidseitig auf fünf Meter die Oberfläche abgetragen und Magerwiesen eingesäht, sowie Gehölzinseln gepflanzt. An einer Stelle wurde ein Amphibienweiher geschaffen. Ziel: Vernetzungslinie in der Landschaft schaffen und Amphibien sowie Insekten fördern.
Zeitplan:
2009 – 2010
Kontakt:
Fachstelle Naturschutz, Herisau
oder
Tiefbauamt AR,
Abeilung Wasserbau, Herisau
Schänis:
Aufwertung Auengebiet Henggelgiessen
Aufwertung der Natur und Landschaft im Rahmen des Hochwasserschutz-Projektes „Linth 2000“. Die Aufwertung des Auengebietes fördert die Ansiedelung von auentypischer Vegetation und Fauna. Besonderes Das ganze Linthprojekt wurde kontrovers – vor allem von der Landwirtschaft – diskutiert.
Zeitplan:
2010 - 2015
Kontakt:
Linthverwaltung, Lachen
www.linthwerk.ch
Wartau:
Reaktivierung Wartauer Giessen
Die Giessen in der Rheinebene wurden ursprünglich vom Grundwasser gespiesen. Doch seitdem die Rheinsohle und damit der Grundwasserspiegel abgesenkt wurden, liegen die Wartauer Giessen trocken. In mehreren Etappen sollen die Giessen nun reaktiviert werden. Als elegant geschwungene Baumhecken durchziehen mehrere trockene Giessenläufe die Wartauer Rheinebene. Über zwei Kilometer gedeckte Bachläufe sollen wieder zu echten Bachläufen werden. Verschiedene Ablagerungen im Bachbett wurden bereits beseitigt, die Ufergehölze wurden verjüngt. Mit Wasser aus dem Saarkanal sollen insgesamt fünf Giessenläufe bewässert und wieder zum Leben erweckt werden. Das Projekt dient der Förderung von Fischen, Libellen und weiteren Insekten.
Zeitplan: Projekt in vier Etappen. Die 3. Etappe dauert von 2010 bis 2012
Kontakt:
Gemeinde Wartau, Azmoos
www.wartau.ch/de/umwelt/naturschutzprojekte/giessen/
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