|
|
Siedlung und Strasse

Häuser, Strassen, Industrie und Parkanlagen: Die Siedlungsfläche in der Schweiz ist innert 20 Jahren um 13 Prozent gewachsen. In der gleichen Zeit ist der Landwirtschaftsboden um über 300 Quadratkilometer geschrumpft. Überbauungen zerschneiden die Landschaft in immer kleinere Bruchstücke. Auf diesen Flecken können viele Tiere und Pflanzen nicht mehr überleben.
Die Zerstückelung des Kantons St. Gallen
Die sogenannte effektive Maschenweite ist ein Indikator, wie stark eine Landschaft zerstückelt ist. Er gibt auf einer Landkarte an, wie gross einzelne unzerschnittene Lebensräume im Durchschnitt sind. In diesen Gebieten können sich Tiere frei bewegen, bevor sie von Strassen, Bächen oder Siedlungen aufgehalten werden. Im Kanton St.Gallen nahm die Maschenweite in den Jahren 1885 bis 2002 stark ab vor allem im dicht besiedelten Norden. Etwas mehr als die Hälfte aller Bauzonen liegen im Umkreis von fünf Minuten um ein Regionalzentrum. Beinahe zwei Drittel aller Bauzonen in einer Distanz von maximal fünf Minuten um einen Autobahnanschluss. Im Jahr 1940 waren im Kanton St.Gallen 2 900 Personenwagen registriert – 60 Jahre später sind es bereits über 200 000 und jährlich kommen rund 5 000 Autos hinzu. Mehr als drei Viertel der 7 500 km befahrbaren Strassen im Kanton St.Gallen dienen der Feinverteilung und Erschliessung. Rund 20% sind Hauptstrassen und nur 2% Autobahnen und Autostrassen.
Zerschneidung des Kantons St.Gallen zwischen 1885 und 2000 (rot: stark zerschnitten, grün: wenig zerschnitten, schwarz: Siedlungen, grau: Gebirge)

aus: Natur und Landschaft im Kanton St.Gallen
|
|
Dokumente
Mobilität im Kanton St.Gallen
Natur und Landschaft im Kanton St.Gallen
Der Kanton St.Gallen und seine Menschen 2009
Entwicklung und Stand der Bodennutzung
Websites
Statistisches Amt Kanton St.Gallen
Schweizer Arealstatistik Bodennutzung und Bodenbedeckung
Bundesamt für Raumplanung
Raumentwicklung im Kanton St.Gallen
Raumentwicklung im Grenzraum CH, D ;A mit Geodaten
|